Höhlentier 2010 - Die Zackeneule Überwinternde Zackeneule aus einer Höhle in Nordhessen
Bei der Zackeneule (auch Zimteule, Krebssuppe, Kapuzinereule oder Zuckereule genannt - lateinisch: Scoliopteryx libatrix) handelt es sich um einen Nachtfalter, der von Carl LINNAEUS im Jahre 1758 erstmals für die Wissenschaft beschrieben wurde. Der Schmetterling überwintert regelmäßig in Naturhöhlen, Bergwerksstollen und Felsenkellern. Diese Tatsache führte dazu, dass die Zackeneule zum „Höhlentier 2010“ gewählt wurde. Sie steht damit für eine große Zahl an Tierarten, die bei ihrer Überwinterung auf geschützte und frostfreie Rückzugsorte unter Tage angewiesen sind. Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. will mit der Wahl des Höhlentieres darauf hinweisen, dass gerade bei der Erforschung der unterirdischen Ökosysteme und der darin vorkommenden Arten noch ein enormer Handlungsbedarf besteht.
Kontakt Verband der deutschen Höhlen-
und Karstforscher e.V.
Bärbel Vogel (Vorsitzende)
Graßlergasse 24
D - 83486 Ramsau
Referat für Biospeläologie
Dieter Weber
Kirchgasse 124
D - 67454 Haßloch
Biospeläologisches Kataster
von Hessen
Stefan Zaenker
Königswarter Str. 2a
D - 36039 Fulda